Natur- und Freizeitzentrum Töpelwinkel e.V.
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Geochaching

Geocaching: Moderne Schatzsuche mittels GPS
 
Geocaching könnte als moderne Form der Schnitzeljagd angesehen werden, allerdings unter der Maßgabe, dass die althergebrachte Schnitzeljagd doch mit sehr einfachen Mitteln funktionierte. Heute nutzt man für Geocaching (elektronische Schatzsuche...) das mittlerweile in die Jahre gekommene GPS-System der USA, welches noch vor Jahren rein militärischen Zielen diente, heute aber in vielen Ländern der Erde zivil genutzt werden kann. Prinzip des GPS ist die  genau Ortsbestimmung durch Peilung dreier (oder vier) feststehender, geostationärer Satelliten und deren Signallaufzeitdifferenz, welche unmittelbar der präzisen Standortbestimmung dienen kann. Heute können Navigationsgeräte mit einer Präzision von wenigen Metern operieren, allerdings ist die die Möglichkeit zentimetergenauer "Treffsicherheit" immer noch den Militärs vorenthalten. Die eingesetzten GPS-Geräte zur "Schatzsuche" verwenden allerdings einen eingebauten Transponder, mittels dessen auch eine Kontrolle der Benutzer, d.h. der Schatzsucher möglich ist. Beim Geocaching werden verschiedene, so genannte Geocachs an bestimmten Stellen im Gelände positioniert, welche dann aufgefunden werden müssen.
 
Der Geocache
Bei einem Cache handelt es sich zumeist um einen festen, wasserdicht verschließbaren Behälter, der somit den Inhalt vor Witterungs- und anderen Einflüssen schützen kann. Der Behälter selbst kann unterschiedliche Formen haben, von einer kleinen Filmdose über eine einfache Frischhaltedose aus Plastik bis hin zur Munitionskiste aus Stahl oder gar einem versteckten Tresor, dessen Kombination erst herausgefunden werden muss. Oft wird die Größe des Behälters durch den Ort des Verstecks bestimmt. Für die Cachebehälter hat sich folgende Größeneinteilung etabliert:
Nano: Winziger Cache-Behälter, Durchmesser meist unter 1 cm, der lediglich einen kleinen Zettel als Logbuch enthält. Oft magnetisch, damit er an Denkmälern oder ähnlichem unauffällig versteckt werden kann. „Nano“-Caches stellen laut geocaching.com eine Sonderform von Micro-Caches dar. Dennoch wählen manche Cache-Owner für Nanos die Größenbezeichnung „other“ und geben dann die näheren Details zur Größe in der Cache-Beschreibung an. Micro oder Mini: Sehr kleine Cache-Behälter, die oft nur einen Zettel und Stift enthalten. Oft werden Filmdosen oder PET-Rohlinge („PETlinge“) verwendet.
Small: Kleine Behälter, die neben einem Logbuch noch Platz für kleinere Gegenstände bieten.
Regular bzw. Medium: Cache mittlerer Größe, der Platz für mehrere Travelbugs oder Tauschgegenstände bietet. Behälter dieser Größe können von einem Liter bis zu mehreren Litern Inhalt fassen.
Large: Große Behälter, die ein Maximum an Platz bieten und somit außergewöhnliche Tauschobjekte fassen können. Bis auf die Nano-Größe können Cache-Owner die Größe ihrer Caches beim Erstellen des Listings angeben. Beim Suchen der Caches ist es hilfreich zu wissen, welche Größe der Cache hat, weil sich je nach angegebener Größe etwaige Verstecke ausschließen.
 
Beispielhafter Geocache-Inhalt
Der Cachebehälter enthält neben dem Logbuch zumeist Tauschgegenstände. Wurde ein Cache gefunden, kann der Finder einen oder mehrere der enthaltenen Gegenstände entnehmen und zum Tausch etwas anderes dafür hinterlegen. Dieser Tauschhandel (Trading) wird dann im Logbuch und auf der zugehörigen Internetseite vermerkt. Es besteht kein Zwang zum Tauschen; bei manchen Caches (beispielsweise Micro-Caches) besteht aus Platzgründen auch gar keine Möglichkeit. Allerdings gilt beim Tauschen immer der Grundsatz „Trade up, trade equal or don’t trade“; das heißt die entnommenen und eingebrachten Gegenstände sollen in einem gesunden Wertverhältnis stehen. Übersteigt der Wert der entnommenen Gegenstände die der Hinterlassenen deutlich, so wird dies als Downtrade oder Downtrading bezeichnet und ist weitgehend verpönt – im Gegensatz zu Uptrade oder Uptrading, also dem Hinterlassen eines höherwertigen Tauschobjekts. Hat man nichts Geeignetes zum Tauschen, bietet es sich an, auf einen Tausch zu verzichten. Ebenso ist es nicht sinnvoll, Lebensmittel oder beispielsweise zeitlich beschränkte Gutscheine zu hinterlassen, da manche Caches nur selten gefunden werden und Lebensmittel Tiere anziehen. Da auch Familien mit Kindern auf „Schatzsuche“ gehen, sind Gegenstände ohne Jugendfreigabe ebenfalls tabu. Jeder Cache sollte als Grundausstattung eine Art „Gebrauchsanweisung“ (Cache Note) beinhalten, damit eventuelle Zufallsfinder wissen, worum es sich bei dem Behälter handelt und ihn somit nicht als Müll oder Bedrohung ansehen.
 
Aus Rücksicht auf die Natur ist das Vergraben von Caches verpönt und bei geocaching.com in den Nutzungsbedingungen ausdrücklich untersagt. Auch das Eingraben von Rohren, deren getarnter Deckel durch die Finder dann ohne Grabwerkzeuge entfernt werden kann, ist im Leitfaden von geocaching.com untersagt. Daher werden überwiegend bereits vorhandene natürliche oder künstliche Hohlräume als Versteck verwendet: Kleine Höhlen, Nischen zwischen Felsen oder Baumwurzeln, Mauerritzen, alte Gebäude und so weiter. Um die Gefahr von Zufallsfunden zu mindern und die Suche zu erschweren, sind insbesondere bodennahe Verstecke meist mit Laub, Rinde, Moos, Steinen oder Zweigen getarnt. Besonders raffinierte Verstecke sind unter anderem in extra dafür angefertigten Bohrungen versenkte Filmdosen, beschriftete Magnetfolien, Informationen an Mauern, Felsen, unter Sitzflächen von Parkbänken und in Ritzen von Schautafeln. Auch in ehemaligen Schaltkästen, an Angelsehnen, in Rohrstangen oder unter Wasser können Geocaches deponiert sein.
Caches werden üblicherweise nach dem Schwierigkeitsgrad der Wegstrecke und des Geländes (Terrain) sowie dem Schwierigkeitsgrad der Aufgaben (Difficulty) bewertet, um den ungefähren Aufwand für die Suche anzudeuten. Caches können verlangen, besondere Ausrüstung mitzuführen (von der einfachen Taschenlampe bis hin zur Kletter-, Bergsteiger- beziehungsweise Tauchausrüstung oder einem Boot), Rätsel- oder Rechenaufgaben zu lösen, Bäume zu erklettern oder Grotten und Höhlen zu erkunden.
 
Im Natur- und Freizeitzentrum Töpelwinkel e.V. wird eine besonders anspruchsvolle Geocaching-Tour in landschaftlich reizvoller Umgebung angeboten.