Natur- und Freizeitzentrum Töpelwinkel e.V.
Willkommen auf unserer Seite

Kletterbogen "Overhill"


Am 19.06.2009 wurde unser Kletterbogen "Overhill" eingeweiht und erfreut sich seitdem großer Beliebtheit.
(Den Artikel über die Einweihung findet ihr in "Was bisher geschah")

Die Nutzung des Kletterbogens erfolgt ausschließlich im Beisein erfahrener Klettertrainer.
Die Termine hierfür werden vorher abgesprochen. (außer Schnupperkurs!) Die Kletterausrüstung (Gurt, Seil, Helm) wird gestellt.
Lest bitte auch unsere Nutzungsbedingungen auf dieser Seite weiter unten.


Schnupperklettern

Kletterinteressierte und alle, die sich gern einmal ausprobieren wollen, sind herzlich eingeladen!
Wir bieten an öffentlichen Terminen, ohne vorherige Anmeldung, "Schnupperklettern" an. Ein Klettertrainer ist vor Ort.
Beginn ist jeweils ab 10 Uhr ( bei Regen findet kein Klettern statt!)

Preise für Schnupperkurs in "Preisliste Kletterbogen"
öffentliche Termine in "Termine Schnupperkurs"

Angebot für Einzelpersonen und Interessierte

Auch außerhalb der Schnupperkurse können Einzelpersonen und Interessierte unseren Kletterbogen nutzen.
Termine werden vorher abgesprochen.

Preise für Einzelpersonen und Interessierte in "Preisliste Kletterbogen"


Angebot innerhalb Ausflug Kindergruppen / Klassenfahrten / Gruppen

Kindergruppen und Schüler können natürlich auch den Kletterbogen im Rahmen ihres Ausflugs / Ausfahrt / Klassenfahrt ausprobieren. Termine hierfür werden vorher abgesprochen.

„Vom Glück sich neu zu entdecken …“

Klettern, das kennt jeder, man bewegt sich mit Hilfe aller vier Gliedmaßen über Räume und Hindernisse hinweg. Der Grundgedanke des Kletterns liegt in der Auseinandersetzung mit einer Route. Sportklettern stellt eine Form des Kletterns dar. Eine Boulderwand ist eine künstlich eingerichtete Kletterwand, unser weltweit einmaliger Kletterbogen „Overhill“ wurde nach einer schwierigen Bauphase am 19. Juni 2009 eingeweiht und erfreut sich seit dem zunehmender Beliebtheit, nicht nur bei Groß und Klein, auch bei erfahrenen Kletterfreunden. Bewegung und Lernen sind untrennbar miteinander verbunden. Im Zeitalter der Medien geht dieser Zusammenhang leider verloren. Es geht deshalb im betreuten Freizeitbereich immer mehr darum, die Kinder aus der zunehmend bewegungsarmen Welt zum Handeln zu bringen.
Handeln, Greifen, Begreifen, sich selbst in Aktion erleben und sich in Aktion mit anderen sehen – das geht häufig im Alltag der Kinder unter.

Das Ziel, das mit dem Kletterprojekt verfolgt wird, ist die allgemeine Potenzialaktivierung, die Ich-Stärkung und Selbstwertsteigerung sowie die Selbständigkeitsentwicklung, so dass die Heranwachsenden in einen Zustand des bewussten Selbsterlebens kommen können. Ein ganz wesentlicher zweiter Aspekt ist die Möglichkeit, dass auf natürlichem Wege ein ganzheitliches Funktionstraining in den Bereichen Motorik, Wahrnehmung, Gedächtnis, Denken und Sprache forciert werden kann. Entwicklung sowie zwischenmenschliche Beziehungen und komplexe Lebensbezüge werden durch das gemeinsame Klettern be- und erarbeitet. So eröffnet das Klettern dem Kind Situationen, die eine anschauliche, konkret fühl- und spürbare Auseinandersetzung mit anders sehr schwer fassbaren Umständen ermöglicht.
Es sollen keine perfekten Bergsteiger hervorgebracht werden, sondern es wird den Kindern und Jugendlichen eine Möglichkeit geboten, ihre Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Jeder kann im Klettersport in einem individuellen Bereich brillieren, da nicht nur rohe Kraft, sondern auch Feingefühl, Körpermaße, Durchhaltevermögen, Planungskompetenz und viele andere Stärken zum Erfolg führen können. So kommen z. B. nicht selten gerade die stillen und schüchternen Kinder und Jugendlichen voll auf ihre Kosten und verschaffen sich Anerkennung.
Die Situation, wie sie beim Klettern in einer Boulderwand gegeben ist, bringt die Kinder auf ganz natürliche Weise in die Lage, bei sich selbst und konzentriert bei der Sache zu sein und sich gleichzeitig mit den Betreuern und den anderen Kindern in eine enge und vertrauensvolle Beziehung einzulassen. Die Erfahrungen mit dem Klettern zeigen ganz deutlich, dass die anwachsende körperliche Gewandtheit und Kraft Sicherheit geben und dass das Erleben des zunehmend geschickteren Umgehens und Verhaltens in den schwierigen Situationen dem Kind auf natürliche Weise anzeigt, was es vermag und wozu es fähig ist. Die Geschicklichkeit wachsen zu spüren, lässt die Kinder ganz allgemein erfahren, dass sie lernen und dass sie mit dem Gelernten arbeiten und damit immer wieder ihre Grenzen überwinden und erweitern können. Das Klettern bietet einen idealen Rahmen, in dem unterschiedlichste Funktionen, Fähigkeiten und Fertigkeiten ganz natürlich erworben werden können. Die sich dabei auf natürlichem Wege entwickelnden Kompetenzen bilden die Grundlage für die Lösung des eigentlichen Problems aus eigenen Kräften.

Die wichtigsten Aspekte des Kletterns:

- Klettern befriedigt das Grundbedürfnis des Kindes nach intensiver Bewegung
- Klettern ermöglicht dem Kind das Verbinden von Lust und Leistung
- Klettern fördert soziale Wahrnehmung, Verantwortung und Disziplin im Kind
- Klettern fördert die Kommunikation mit anderen aber auch die Kommunikation mit sich selbst
- Klettern bietet dem Kind die Möglichkeit zur vielseitigen Umwelt-, Material- und Objekterfahrung
- Klettern führt zu einer Verbesserung der allgemeinen Vitalität und aller konditionellen Fähigkeiten
- Klettern verbessert die Konzentrations-, Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit des Kindes
- Klettern stärkt und festigt die Psyche und trägt zur Entwicklung eines gesunden Selbstvertrauens bei
- Klettern bietet die Möglichkeit, über natürliche Anlässe Nähe und Körperkontakt aufzubauen
- Klettern fördert das Umgehenkönnen mit Frustration auslösenden Gegebenheiten und Situationen

Gleichzeitig werden durch die Tätigkeit des Kletterns folgende Fähigkeiten aktiviert und angesprochen:

- Orientierungsfähigkeit
- Reaktionsfähigkeit
- Gleichgewichtsfähigkeit
- Rhythmusfähigkeit
- Differenzierungsfähigkeit
- Wahrnehmungsfähigkeit
- Konzentrationsfähigkeit.

Und schließlich kann ein dritter Wirkbereich genannt werden, der für die Entwicklung von Kindern ganz wesentlich ist: die Motivation. Die nicht alltägliche Situation, des sich in dieser besonderen Weise Bewegens, des über das Bouldern „etwas außergewöhnliches Tun“, hat einen derart hohen Aufforderungs- und Motivationscharakter, so dass die sonst so schwer zu erreichende innere Beteiligung und Mitarbeit der Kinder sich fast ganz von selbst einstellt.


Gruppenpreise und Preise für Schulklassen in "Preisliste Kletterbogen"




 

Nutzungsbedingungen Kletterbogen "Overhill"


Verbindliche Regeln zur Nutzung des Kletterbogens "Overhill" im Natur- und Freizeitzentrum Töpelwinkel

Die Benutzung der Anlage unter Drogen wie Alkohol, Cannabis, Kokain etc. wie auch Medikamenten, die die Fahrtüchtigkeit deutlich beeinträchtigen, ist verboten. Klettern ist eine Risikosportart, die Ausübung dieses Sports erfordert ein hohes Maß an Umsicht und Eigenverantwortlichkeit. Der Aufenthalt und die Benutzung der Kletteranlage erfolgt stets auf eigene Gefahr. Das Benutzen der Anlage bei drohendem Gewitter, starkem Regen, Nebel, Sturm und Hagel und offenem Feuer ist untersagt. Jeder Benutzer hat größtmögliche Rücksicht auf andere Benutzer zu nehmen und hat alles zu unterlassen, was zur Gefährdung anderer führen könnte. Klettern ist mit der Möglichkeit von schweren Verletzungen und gar des Todes verbunden!

Den Anweisungen des Fachübungsleiters ist unbedingt Folge zu leisten! Das Mitnehmen oder Aufziehen von Gegenständen ist untersagt. Streng verboten ist das Werfen von Gegenständen von der Kletteranlage. Bei betreutem Klettern ist kein eigenverantwortliches Anlegen der Klettergurte gestattet.

Jeder Benutzer unterzieht sich der Kontrolle der Fachübungsleiter um richtigen Sitz und Verschluss des Gurtes. Es wird grundsätzlich im Toprop gesichert. Andere Sicherungsarten sin nur dann (zu Übungszwecken) zulässig, wenn diese im Kurs oder bei der Betreuung als Lehrinhalt vermittel wurden. Der jeweils Kletternde wird vom Fachübungsleiter gesichert. Beim Sichern des Kletternden durch einen anderen Benutzer wird mit einer zweiten Person hintersichert und vom Fachübungsleiter beaufsichtigt, nach dem eine entsprechende Einweisung erfolgte.

Das Gewicht des Sichernden darf nicht wesentlich geringer (10 Kilogramm) als das des Kletternden sein. Seilführung sollte nicht übermäßig schlapp sein, die sichernde Person steht nah an der Wand. Das Ablassen sollte gleichmäßig und langsam erfolgen. Das ordnungsgemäße Anseilen mittels Achterknoten direkt im Gurt (oder durch zwei gegengleiche Schraub-Karabiner) wir vom Fachübungsleiter durchgeführt.

In jeder Route darf nur eine Person klettern. Beim Toprop müssen Zwischensicherungen eingehangen sein, um das Abrutschen über die Bogenkante zu verhindern. Diese müssen beim Ablassen wieder eingehangen werden. Der vorletzte und der letzte Sicherungspunkt (Umlenker) muss im Toprop immer eingehangen bleiben! Abseilen von der Abseilstelle erfordert die Betreuung durch das Personal. Vor der Benutzung der Kletteranlage ist das Regelwerk gründlich zu lesen.

Wir bitten bei Teilnahme an den Kursen um sportliche Kleidung  und saubere Turnschuhe. Teilnehmer mit längeren Haaren sollten diese aus Sicherheitsgründen zusammenbinden. Wir übernehmen für diese Schäden keine Haftung.

Wir möchten die Lehrer und Betreuer der Gruppen bitten, für eine generelle Aufsicht auf dem Gelände des Töpelwinkel selber zu sorgen! Die Trainer übernehmen nur die Betreuung direkt an der Kletterwand.